Köppel

ALS 2009

Januar

- Das neue Jahr hat begonnen, ich bin gespannt was ich in der Rehab Klinik in Basel, diesen Monat erleben und auch ändern kann. Immer auch verbunden mit der Frage wie der Verlauf meiner Krankheit dieses Jahr ist? Und wie ich darauf noch positiv einwirken kann.

- Der Aufenthalt in der Tagesklinik des REHAB Basel ist sehr gut. Im Dezember habe ich meine Motivation für die Übungen der Therapeuten verloren. Hatte dadurch auch eine Verschlechterung der rechten Hand, und auch für die Psyche war das alles andere als gut. In der letzten Woche habe ich durch die intensiven Therapien, die ich ja im Moment täglich habe, wieder zu einen positiveren Einstellung gefunden. Es tut mir körperlich und auch geistig gut hier zu sein.

- Auch wenn mein REHAB Aufenthalt sehr positiv ist gibt es auch hier einen Wehrmutstropfen. Beim Dudelsackspielen lässt die linke Hand nach. Ich merke das wenn die Hand nicht mehr automatisch alle Löcher des Instrumentes schliesst. Oder wenn Noten die ich spielen will nicht gespielt werden. Das hört ich  dann schon, die Ohren sind ja noch gut.

-Mit neuem Willen bin ich wieder an die Arbeit gegangen. Nur ob das lange anhalten wird habe ich mich gefragt? Es ist leider nicht so. Nach einem halben Tag Arbeit, schmerzt die rechte Schulter. Und der rechte Arm ist auch schwer, das heisst ich spüre sie vorschreitende Lähmung.
Ich hoffe nur das ich die Arbeit nicht ganz aufgeben muss.



Februar

- Im Moment habe ich ein totales Wechselbad der Gefühle. Der Bizeps am rechten Arm ist schon 2cm kleiner, als am linken Arm. Dann hatte ich noch einen Termin beim Pneumologen. Der zeigte sich überrascht, dass die Lungenwerte leicht besser geworden sind. Das ist natürlich eine sehr gute Nachricht. Hat sich so die REHAB nochmals positiv ausgewirkt. Und das festhalten am Dudelsack spielen hat sich gelohnt.


- Ich war wieder in der ALS Sprechstunde. Positiv war das auch die Ärztin meinte ich gehe besser. Der rechte Arm hat weniger Kraft, das wusste ich schon. Neu für mich war das die Wangenmuskeln abgebaut haben. Im grossen und ganzen kann ich zufrieden sein, meine Pläne bis Mitte Jahr sollte ich so umsetzten können.


- Die Ferien im Goms sind auch schon vorbei.Es war eine tolle Woche. Mit dem Ratrac auf den verschneiten Grimsel Pass zu fahren, und das bei schönstem Wetter war ein Erlebnis. Eingeschneit zu sein, und zu beobachten wie mit dem Helikopter die Lawinen gesprengt werden, war einmalig. Man sieht so einmal hautnah die Gewalt der Lawinen. Nicht zu vergessen die Wanderungen auf den tollen Wanderwegen im Tal. Mit dem Pistenfahrzeug präparierte Wege, und die Restaurants unterwegs, rundeten diese Ferien ab.


März

- Die drei scheensten Tage in Basel sind auch vorbei. Ich konnte dank dem REHAB Aufenthalt und dem Lauftraining im Goms gut mithalten. Mit den Highlandern und unseren Gästen der Pentland Caledonia Pipeband verbrachte ich eine wunderbare Fasnacht. Es war toll mit den Highlander Kollegen zusammen zu sein. Und ich genoss es mit der Pipeband zu spienen und zu marschieren. Unter der Larve konnte ich auch meine Nasenklammer einklemmen und verstecken.

- Im Moment habe ich einige Probleme mit der Schultermuskulatur. Dadurch das mein rechter Arm weniger Kraft hat wir die Schulter Muskulatur zusätzlich belastet. Aber meine Physiotherapeutinnen helfen mir hier, mit Massage, Kraftübungen und Therapie.


- Die Woche in Antalya, Bekek und Kappadokien war sehr schön. Der Gegensatz von Anatolien zum modernen Antalya noch immer gross. Koppadokien ist eine faszinierende Gegend, mit bizarren Gesteinsformationen. Es gibt auch viele Festungen, Kirchen und Wohnungen die in den Tuffstein geschlagen sind. Unglaublich sind die unterirdischen Städte, die man teilweise besichtigen kann. Eine Ballonfahrt über dem Ganzen der Hammer. Aber auch Antalya mit der Altstadt und Hafen, sowie dem modernen Teil ist einen Besuch wert.

- Was ich in den Ferien festgestellt habe ist das mein Gleichgewicht schlechter geworden ist. Auf den unebenen Böden bin ich doch öfters ins stolpern gekommen. Auch einen Sturz konnte ich nicht vermeiden. Die rechte Hand hat jetzt auch Faszikuationen. Diese Zuckungen sind ein Zeichen das der Nerv abstirbt. Das sind im Moment meine Sorgen.


April

- Diese Woche hatte ich eine starke Erkältung. Das schlafen mit einer Atemmaske und dem Schnupfen ist fast unmöglich. Immer wieder Licht an , Maske ab, schnäuzen, Maske an , Licht ab. Morgens ist man  nur noch Müde. Ich hoffe das ich nächste Woche wieder besser in Form bin. Auch habe ich im Moment Mühe mein Psyche wieder aufzurichten. Am liebsten würde ich den ganzen Betel hinschmeisen.


- Ich habe mich soweit wieder aufgerappelt. Schlafe wieder gut. Nur meine Stimme ist sehr schlecht. Wer mich nicht kennt, oder Erfahrung hat mit solchen Krankheiten, versteht mich kaum noch. Das bereitet mir grosse Mühe, aber da muss ich durch. Auch bin ich sehr vergesslich geworden. Habe das Gefühl mein Gehirn ist langsamer als früher.


Mai

- Im Moment lässt mir ALS keine Ruhe. Die Spastic im rechten Fuss und Arm nimmt zu.Das heisst immer konzentriert gehen. Auch Alltagsprobleme nehmen zu. Gestern viel mir der Sonnenschirm beim versorgen runter. Den Grill habe ich fallen lassen. Beim Nachtessen habe ich zuerst mal das ganze Glas mit Cola ausgeschüttet. Wie immer nichts grosses, aber viele kleine Sachen können einem auch fertig machen. Dazu kommt noch das sich meine Krampfader im rechten Bein schmerzhaft bemerkbar macht.

- Dieses Wochenende war GV der SGMK, und Vernissage des Buches starke Leben. Am Samstag konnten wir ein Hockey Spiel von jungen Behinderten in Elektrorllstühelen gegen Eishockey Profis in Rollstühlen sehen. Es war beeindruckend wie die Jungs kämpften. Aber auch wie die Profis sich auf den Rollstuhl einstellen konnten. Am Sonntag war die Vernissage des Buches. Es war bewegend fast alle Mitwirkenden an diesem Buch zu sehen. Als dann Markus  mit dem Dudelsack und Hanspeter mit der Snare noch auftraten war ich den Tränen nahe. Es war für meine Frau und mich ein schönes aber intensives Wochenende. Ich danke der SGMK auch für ihren Einsatz für die Bertroffenen, aber auch für die Möglichkeit am Buch mitzu arbeiten. Besonders aber Helga der Journalistin und Vera der Fotografin.

- Habe mich im Internet mal wieder umgeschaut was in Sachen Forschung so läuft. Es sind einige Forschungen die laufen, oder auch abgeschlossen sind. Leider alle ohne auch nur den kleinsten Erfolg. Dafür war die Untersuchung des Pneumologen und der Ärztin des Muskelzentrums Basel erfreulich. Natürlich ein wenig schlechter, aber insgeamt realativ Stabil.


Juni

- Unsere Portugal Ferien in der Algarve sind vorbei. Es war sehr schön. Das Atlantik Klima
war super. Am Tag heiss in der Nacht kühl. Wir wurden verwöhnt von einem befreundeten Paar, dass uns in ihre Villa eingeladen hat. Gutes Essen, die Ausflüge, die Swimming Poolls und das Meer. sowie viele neue Bekannte liesen die Zeit wie im Flug vorbei gehen.



Juli

- Ich hatte schöne Tage in der Ostschweiz mit Eltern, Verwandten und alten Schulfreunden. Auch das Weekend im Goms war toll. Die Berge sind ja auch im Sommer sehr schön. Mein Krankheitsverlauf ist im Moment stabil, das heisst es gib nur kleine Veränderungen. Das Problem mit dem Stolpern habe ich dank der Pysotherapeutin im Griff. Muss nur darauf achten nicht unkonzentriert zu gehen. Funktioniert nicht immer aber solange ich keine schweren Stürze habe ist das O. K.

- Habe von der Physotherpeutin eine Foot up Bandage erhalten. Damit kann der Fuss nicht mehr so nach unten knicken beim laufen. Es wirkt auch meine Unsicherheit, vor allem beim abwärts laufen, ist viel besser geworden.

- Meine Frau fragt sich warum ich nicht mehr so viel pipe. Habe darauf keine Antwort gehabt. Dies Woche war ein Highlander Grillabend, in einem Galgen am Rhein. War ein sehr schöner Abend, und ich habe ein bischen alleine gespielt. Und da ist mir aufgefallen was mich stört. Das weiche Blätchen tönt nicht gut, die Finger sind nicht präzise, der Sound ist dann  einfach Sch....! Wenn ich mit ein paar pipern zusammen spiele ist das ganz anderst.Darum gehe ich gerne an die Proben der Vereine.

- Das pipefest war wunderschön. Erstens mal wieder mit der Band zu spielen, aber auch mit all den anderen Pipern zusammen. Ich habe den Tag genossen. Jetzt muss ich mich wieder erholen, ich brauche auch mehr Zeit für die regeneration.

-Ein schöner Somerabend die Sonne ist an untergehen. Auf der Haut spürt man ihre Kraft, aber auch eine kühle Brise. Im Kopfhörer gute Musik. Ich bin mit dem Hund am spazieren. Und geniese es. Wie schön ist das Leben, so für mich alleine, aber auch mit Familie und Freunden. Dann kippt der Gedanke zu das verliere ich bald einmal. Die abgmähten Weizenfelder erinnern einem an die Zeiten als wir mit den Pferden darüber galopierten. Mensch und Tier mit Freude. Wenn ich jetzt zu stark auf den Spaten stehe muss ich aufassen das es mich nicht hinhaut.  Diese jetzt ruhige Zeit ist geschenckte Zeit, aber irgendwann bald einmal muss ich dafür bezahlen. Auch wenn es super ist mit der Band zu marschieren, muss ich zu all dem was die andren auch machen, schauen das mein Gleichgewicht immer gut ist, sonst könnte das leicht zum Sturz führen. Oder ich drücke nich alle Buchstaben auf der Tastatur. So gibt es auch in ruhigeren Zeiten immer was zum bekämpfen.


August

- Der Alltag wird schwieriger. Ich muss auf mein Gleichgewicht achten. Speziell wenn ich in der Hocke bin. Hatte in letzter Zeit 2 Stürze, aber ohne Folgen. Kleine Schritte machen. Schauen das ich mit der Ferse zuerst auftrete. Wenn immer möglich mit der Innenseite des Fusses zuerst. Treppensteigen so das ich immer am Geländer halten könnte. Meine rechte Schulter macht mir mehr Mühe und auch Schmerzen. Da die linke Körperseite beginnt zu lahmen, kompensiere ich das mit der Rechten. Dies hat zur Folge das diese steifer wird. Es ist wie immer eine kleinere Verschlechterung. Darum heisst ALS auch die Krankheit der 1000 Abschiede.

- Ich bin auf einem Sihre Horse geritten. Nur eine knappe halbe Stunde. Reiten konnte ich noch, das verlernt man offenbar nicht so schnell. Neben dem Spass ist das auch noch gut gegen die Spastik und für den Beckenbereich. Also werde ich es noch mal probieren, und wenn es wieder gut tut, öfters machen.

- Im Moment habe ich neue Probleme. Meine Oberschenkel werden bei Anstrengung hart. Ich laufe dann steifbeinig wie ein Storch. Auch die Schulter schmerzt jetzt eigentlich jeden Tag. Mit der Hilfe meiner Therapeutinnen kann ich die Symptome bekämpfen. Arbeite ich dann wieder sind die Probleme wieder da. In die Hocke gehen und aufstehen sowie das heben von Gewicht tragen dazu bei das es schnell wieder zu Problemen kommt. Wenn ich gehe statt an Ort zu bleiben oder wenig Gewicht hebe habe ich entsprechend weniger Probleme. Ich weiss auch noch nicht was ich unternehmen werde.


- Am 24. August um 14 Uhr sind es 2 Jahre das ich/ wir mit der Diagnose ALS Leben. Vieles oder besser gesagt mein ganzes Leben hat sich Verändert.

Symptome

- Stimmbänder teilweise gelähmt
- Gaumensegel gelähmt
- Ab der Grüße einer mittleren Olive kann ich nichts mehr     schlucken.
- Getränke muss ich einsaugen das sie über die Zunge        gehen
- Meine Aussprache wird immer undeutlicher.
- Die rechte Schulter schmerzt konstant, einfach mal mehr   mal weniger.
- Die Muskeln des rechten Schulterblattes und des              Nackens verhärten sich dauernd.
- Rechte weisst schön Lähmungserscheinungen aus.
_ Finger der rechten Hand Lähmung und Störung der           Feinmotorik.
- Rechter Fuss Lähmungserscheinung und Krämpfe.Muss      bei längerem gehen eine Manschette anziehen.
- Die Muskeln der Zehen sind auch betroffen, was zu        
  Stürzen führt wenn ich in der Hocke bin.
- Waden wissen Krämpfe auf.
- Oberschenkel vorne verhärten sich weil sie für andere       Muskeln mehr arbeiten müssen.
- Ich muss sorgfältig gehen und auf Unebenheiten achten.
- Auch bin ich offiziell ein Invalide.

Dies alles wollte ich eigentlich nie erleben müssen. Aber das Leben ist so so. Auf Gerechtigkeit und Hilfe von höher Mächten sollte man nicht Vertrauen. Und doch gibt es viel Hilfe hier. Meine Familie, meine Freunde und Musikkollegen und nicht zu vergessen Ärzte, Therapeuten, SGMK und Organisationen für Hilfsmittel.Allen danke ich dafür. Diesen Sommer betrachte ich als geschenkten Sommer. er ist ja bald zu Ende, und auch ALS macht sich wieder in meinem Körper bemerkebar.


- Die alle 3 Monate durchgeführte Untersuchung durch den Pneumologen und die Neurologin haben ergeben, dass nur kleine Veränderungen zu bemerken sind. Meine subjektive Auffassung ist dieselbe. Das heisst ich bin seit 9 Monaten stabil. Dies wiederum ist bei der Diagnose ALS, und speziel bei der bulbaeren Form, nicht zu erwarten. Darum war dieser Sommer für mich ein geschenkter Sommer.

- Da ich immer mehr Gleichgewichts Probleme habe, und die Verhärtung der Muskeln die für die Muskeln die schon Paresen aufweisen mitarbeiten, musste ich mich ein Mal mehr zu einem Entschluss durchringen. Ich arbeite jetzt noch 15%. Am 2 Tagen 3 Stunden mit 20 Minuten Pause. Die Beschwerden sind auch viel geringer geworden. Sonst war es so, dass die Arbeit der Therapeuthin in einem Arbeitstag wieder von vorne begann. Ich hoffe das bleibt so.

- Diese Woche hatte ich Besuch von einem Abklärer der IV. Dort habe ich Hilflosenunterstüzung beantragt. Ich währe im Moment für den Grad 1angemeldet. Bis Oktober, November sollte ich das Resultat haben. Da ich ja gegen ende Jahr Ausgesteuert werde, würde das helfen. Einerseits bin ich sehr froh über unsere Sozialwerke. Auf der anderen Seite ist es hart zu sagen: Ich brauche Hilfe! Aber in meiner Lage habe ich gelernt, genau das zu tun.


September

- Mach jetzt Nordic Walking, und trainiere für London 2012. Spass beiseite, habe das mit meiner Physiotherapeutin abgesprochen. Am Anfang ist man skeptisch, aber schnell habe ich das positive bemerkt. Ich bin sicherer auf den Beinen, kann bei stolpern mit den Händen helfen. Und trainiere Arme und Beine. Also bin ich jetzt auf längeren Strecken immer mit den Stöcken unterwegs.

- Die Ferien im Bregenzerwald sind vorbei. Wir waren in Bezau im Hotel Post. Dort wurden wir verwöhnt auch kulinarisch mit überraschenden 7 Gang Menüs. Auch das Wandern im Tal sowie Fahrten mit Bus und Bergbahnen gehörten dazu. Meine Eltern haben uns eingeladen, danke es waren sehr schöne Tage.

- Diese Woche hatte ich die Zweite Schluckabklärung mit einer Endoskopie. Dabei wir ein feines, flexibles Kabel mit Licht und Kamera durch die Nase  bis zu den Stimmbändern geschoben. Dann schluckt man Milch, Apfelmus und Brot. Das Schlucken geht bei mir immer noch gut, aber die Zunge behindert mich. So werde ich eine Schluckschulung bei meiner Logopädin machen.

- Auch dieses Jahr konnte ich noch in den Europapark. Die Achterbahn Blue Fire war der Höhepunkt. Es ist eine Katapultbahn ( 0 - 100 km in 2,5 Sek.), mit Looping und Schrauben. Es ist der Hammer mit dieser Bahn zu fahren


Oktober

- Einige Zahlen zum besseren Verständnis über Nerven-Krankheiten. Die Schweiz hat mehr als 6 Mio. Einwohner. Nerven-Krankheiten haben etwa 10'000 Personen. Das sind aber ganz verschiedene  Krankheiten. Von diesen 10'000 Erkrankten leiden 4 - 6 Hundert an ALS. Darum versuche ich auch die Öffentlichkeit zu informieren und sensibilisieren. Es sind verhältnismässig wenige Patienten, aber immer schwer zu ertragende Schicksale für die Betroffenen und ihre Familien. Und doch kann es jeden treffen!


- Nun bin ich also wieder in der Logopädie, es geht darum am Schlucken und dem Sprechen zu arbeiten. Wenn das auch immer schwieriger wird, will ich es dennoch versuchen eine Verbesserung zu erreichen.

- Für alle die sich wundern das ich im Moment nicht verreise. Im Herbst ist immer soviel los, dass ich auch so viel unterwegs bin. Aber die Planung für 2010 läuft.

- Das Highlander Camp ist vorbei, und es war toll mit den Highlandern ein Wochenende zu verbringe. Da es immer in einem Pfadihaus im Wald stattfindet machte ich mir einige Sorgen. Unebener Boden, Dunkelheit sind für mich auch Risiken. Bin aber nur einmal gestolpert. Der einzige Sturz war ein umkippen in der Hocke. Das ist nicht schlimm, aber mühsam wenn man es nicht verhindern kann.

- Am Sonntag Abend waren wir noch in einem Irish Folk Konzert. Es ist immer wieder toll so gute Musiker zu hören und zu sehen.


- Das Highlander Camp ist vorbei, und es war toll mit den Highlandern ein Wochenende zu verbringe. Da es immer in einem Pfadihaus im Wald stattfindet machte ich mir einige Sorgen. Unebener Boden, Dunkelheit sind für mich auch Risiken. Bin aber nur einmal gestolpert. Der einzige Sturz war ein umkippen in der Hocke. Das ist nicht schlimm, aber mühsam wenn man es nicht verhindern kann.

- Am Sonntag Abend waren wir noch in einem Irish Folk Konzert. Es ist immer wieder toll so gute Musiker zu hören und zu sehen.

- Der Treppenlift wird eingebaut. Es ist sehr gut das man in der Schweiz Hilfe bekommt, aber der Umbau des neuen Hauses tut auch weh.

- Beim Arbeiten habe ich jetzt Probleme mit der Schulter, mit den Oberschenkeln, und neu der rechten Hüfte. Also suche ich wieder einmal Lösungen. Nur das ich mich hier auch bald Entscheiden muss.



November

- Ich habe wieder schöne Tage bei meinen Eltern verbracht Es ist auch für sie eine schwere Zeit. Aber wir geniessen es trotzdem zusammen zu sein. Das Wetter hat auch mitgemacht und so gingen die Tage schnell vorbei.

- Ich muss einfach noch mehr aufpassen, hatte letzte Woche einen Sturz auf der Treppe, zum Glück auf der untersten Stufe. Heute Morgen musste ich husten beim aufstehen vom Stuhl, dank dem Sofa konnte ich einen Sturz gerade noch verhindern.

- Was mich beruhigt, ist das der Treppenlift schon eingebaut ist. So kann ich morgens oder abends, wenn die Beine nicht so gut funktionieren den Lift nehmen.

- Bin heute mit Major ausgeritten. Da ich letzte Woche wenig Therapie hatte, spürte ich es in den Beinen. Nach dem Ritt ist es wieder viel besser. Bin meiner Frau dankbar wenn sie mich begleitet. Für sie sind das ja eher ruhige Ritte, verglichen mit früher.

- Habe mich entschlossen im Gaumen eine Aufspritzung mit Eigenfett zu machen. Es sollte mein Gaumensegel unterstützen, was zu einer verständlicheren Aussprache führen soll.

- Wieder ist ein Bekannter gestorben. Er hatte auch bulbaere ALS, und lebte noch für 3 Jahre nach seiner Diagnose. Habe jetzt bei zwei Männern gesehen das es schnell gehen kann. Ist ja auch meine Hoffnung, trotzdem ist es kein schönes Gefühl. Irgendwie wie wenn die Einschläge immer näher kommen.

- Nun ist es soweit, ich bin IV Rentner. Es war ein komisches Gefühl die letzten Stunden zu arbeiten. Von der Logik ist alles klar. Aber das Bauchgefühl wollte noch arbeiten. Ich habe gelernt auf meinen Körper zu hören. Und wenn ich stürze bin ich auch für die anderen eine Gefahr. Und gegen die Schmerzen müsste ich ständig Therapie haben. So viele Einheiten kriege ich nie. Also geht es ab ins Rentnerleben und den Kampf mit ALS.

- Hatte am Dienstag den ersten Sturz mit folgen. Beim ablegen einer Holzplatte bin ich aus dem Gleichgewicht gekommen. Darauf bin ich in die Zimmertüre geknallt. Die Folge Schürfungen und Schmerzen in der rechten Schulter. Ich muss mir mehr helfen lassen, und weniger selbst machen. Hört sich einfach an, aber ist es nicht. Aber ich arbeite daran.

- Muss jetzt alles langsamer machen, das heisst, ich muss immer schauen wo ich hintrete. Aber auch wo kann ich mich halten wenn etwas passiert. Die Spastik nimmt auch zu, aber ich habe es immer noch ohne Medikamente im Griff. Das ist wichtig den Medikamente haben auch Nebenwirkungen. Ich muss mit Müdigkeit, oder bei entspannenden Medikamenten mit einer Verschlechterung der Sprache rechnen. Das heisst aber auch täglich daran zu arbeiten. Hometrainer, spazieren, Übungen, Therapie und reiten helfen und auch mein China Med, ein Gerät das die Beine durch bewegt. Auch ohne Arbeit kommt da keine Langeweile auf.

- Heute geht es mir sehr schlecht. Habe gedacht das ich dass mit den Stürzen im Griff habe. Aber nein, im Gegenteil. Sturz in der Küche, und auch noch ein Türchen abgerissen. Ich fange an das Haus zu zerlegen. Sch..... ALS!! Ich wollte noch warten mit den Beinschienen, aber so wie das aussieht kann ich das nicht. Das nicht genau wissen wie es mit der IV Rente aussieht, hilft auch nicht. Und die Festtage, ich weiss nicht, aber die Advent Stimmung ist bei mir noch nicht angekommen.

- Diese Woche wird hart. Heute wird getestet ob ich schon eine Schiene für mein rechtes Bein brauche. Morgen ist der Besuch beim Pneumologen und anschliessend ALS Sprechstunde bei der Neurologin.

- Der Lungentest war gut, das ist immer eine gute Nachricht. Auch neurologisch hat sich nicht viel verändert. Verglichen mit vor einem Jahr ist vor allem der der Hüftbereich und der rechte Fuss schlechter. Leider führt das sehr schnell zu Stürzen, also muss ich alles einen Gang runter fahren. Schnell etwas machen ist vorbei, ich muss immer auf das Umfeld und meine Füsse achten.

 

- Es ist der 24. 12. und ich bin immer noch auf der Suche nach meiner Weihnachtsstimmung. Die Festtage sind für mich eher schwere Tage, habe dann immer Mühe mit meiner Stimmung. Aber was solls in gut einer Woche kommt der Alltag wieder.

 

- Die Weinachtstage sind vorüber, es waren schöne ruhige Festtage. Es geht mir wieder besser. Noch ein paar Tage dann beginnt das neue Jahr.


 


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